GALORE Nr. 19

GALORE Ausgabe 19

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GALORE Nr. 20 erscheint am Dienstag, 13. Dezember

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

„ein gutes Gespräch findet seinen Weg.“ Dieses Motto schenkte uns John Irving im Interview in den Anfangstagen von GALORE, als das Magazin in DIN A4 in den Handel kam und auf seinem weiß umrandeten Cover sämtliche Gesprächspartner der Ausgabe in kleinen Fotos präsentierte. Mit dieser Nummer kehren wir zum Großformat zurück und möchten auch inhaltlich der Bedeutung unseres Namens mehr denn je gerecht werden. „In Hülle und Fülle“ sammeln wir Eindrücke, erhorchen „Meinungen“ und schauen auf die „Motive“, die „Menschen“ in ihrem Handeln antreiben. Ihre Geschichten zu erzählen steht dabei im Vordergrund, mögen sie nun die Form eines Interviews, einer Reportage oder eines Features annehmen. Denn so, wie jedes gute Gespräch seinen Weg findet, findet auch jeder gute Text seine Form.

Wenn Sie etwa mit uns in dieser Ausgabe den „Zauberberg“ des Uniklinikums Gießen-Marburg besuchen und dort Prof. Dr. Jürgen Schäfer bei seiner Arbeit im „Zentrum für unerkannte und seltene Erkrankungen“ über die Schulter schauen, werden Sie zustimmen, dass sich ein solches Erlebnis nur als Reportage erzählen lässt. Ebenso wie die bewegende und überraschend politische Arbeit des Tasso e.V. erst durch die Vielfalt der Stimmen und die eigensinnige Art des „Maestros“ Ennio Morricone erst durch die Mischform aus Erzählung und Gespräch an Nähe und Greifbarkeit gewinnt. Für Mina Ahadi vom Zentralrat der Ex-Muslime hingegen ist ein Interview wie gemacht. Sie erzählte unserem Autor Sascha Krüger als erstem Journalisten von der Hinrichtung ihres Mannes im Iran und muss als ehemals Geflüchtete ausgerechnet in Deutschland wieder um ihr Leben fürchten.

Damit die Lektüre für Sie von Abwechslung und Überraschung geprägt ist, haben wir die bislang strenge, „pausenlose“ Abfolge langer Gespräche um Verschnaufpausen bereichert, in denen Menschen Einblick in ihre Steckenpferde, ihre Lieblingswerke oder die wichtigsten Phasen ihres Lebens gewähren. Der Kulturteil geht mit ausgewählten langen Features stärker in die Tiefe. Wir starten fortan zuversichtlich mit der „guten Tat“ und enden auf den einen ausgewählten Nachruf, der uns besonders liebevoll erscheint. Die harten Bandagen packt ab sofort einmal pro Ausgabe unser polarisierendster Autor Marcus Ertle aus. Er erhält für seine provokante, übermütige Art seine eigene Rubrik „Ertle trifft…“ – und hat die Begegnung mit Ben Becker nur knapp ohne ein blaues Auge überstanden. Auf der anderen Seite des Spektrums offenbart Ulrich Tukur unserer Autorin Sylvie-Sophie Schindler in entwaffnender Vertrautheit seinen Unmut ob der Sterblichkeit und seine ganz persönliche, intime Liebesgeschichte.

Da gute, gewissenhaft recherchierte und sorgsam geschriebene Geschichten Zeit brauchen und die Anzahl der Beiträge im neuen Format sogar zugenommen hat, haben wir uns dazu entschlossen, das Magazin nur noch 8 x Jahr zu veröffentlichen. Die von vielen Menschen halb im Scherz, aber durchaus häufig geäußerte Bemerkung, bei der Textmenge von GALORE käme man „mit dem Lesen kaum hinterher“ bestätigt uns in dieser Entscheidung. Wir hoffen, dass GALORE Ihnen im neuen Gewand beim Lesen so viel Freude macht wie uns beim Schreiben. Teilen Sie uns Ihre Meinung mit, per Mail an post[at]galore.de, via Facebook oder persönlich auf der Frankfurter Buchmesse, wo wir dieses Jahr in Halle 4.1 A35 zu finden sind.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.
Herzliche Grüße aus der Redaktion!
Oliver Uschmann, Chefredakteur

Inhalt der Ausgabe

Plus

Features zu Michael Bublé // Stoppok // Thomas Hermanns // Norah Jones // Ólafur Arnalds // Katie Melua // Nick Cave // Malky // Frank Goosen & Matthias Kutschmann // Woody Allen // Jannis Niewöhner // Adolf Winkelmann // Studio Braun // Gregor Weber


Die aktuelle Ausgabe ist als GALORE eMagazin Nummer 21 auch digital erhältlich.