GALORE Nr. 21

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GALORE Nr. 22 erscheint am Mittwoch, 5. April

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

vielleicht wird Ihnen als langjähriger Begleiter dieses Magazins beim Anblick des Titelbildes ein Lächeln über die Lippen gefahren sein, so wie das passiert, wenn man sich angenehm an etwas erinnert fühlt. Sicher ist, dass Sie das Cover als Sinnbild und zugleich letzten Akt einer Metamorphose verstehen können, die wir in den letzten Monaten vor Ihren Augen vollzogen haben. Erst die Formatänderung, dann das Titelbild mit dem lautmalerischen Fragezeichen, der neue Ansatz, dass auch Reportagen in GALORE stattfinden dürfen, sowie der Hinweis, dass wir die Erscheinungsweise auf eine zweimonatliche umstellen – sicher ist, dass wir es allen, denen an unserem Magazin gelegen ist, in den letzten Monaten nicht immer leicht gemacht haben. Die Neugestaltung des aktuellen Titelbildes ist nun auch die letzte Veränderung, die wir Ihnen zumuten wollen – sie ist unabdingbar für unseren Wunsch, dahin zurückzukehren, wo alles begann.

Als GALORE 2004 erstmalig veröffentlicht wurde, hatte das Magazin nicht nur wegen seines Fokus auf ausführliche Gespräche ein Alleinstellungsmerkmal. Auch die Titelge- staltung mit den aneinandergereihten Portraits der interviewten Menschen war in dieser Form neu. Später waren wir dann der Meinung, dass das Blatt öfter erscheinen sollte, auch wirtschaftliche Erwägungen spielten hier eine Rolle. Weil GALORE infolgedessen an Umfang verlor, konnten wir diese Titel-Optik nicht mehr aufrechterhalten – wir hatten schlicht zu wenig Gesprächspartner, um zwölf Plätze zu füllen. Das war der erste große Einschnitt, und heute denken wir, dass das vermutlich der Anfang von einem Weg war, der nicht immer ohne Irrungen und Wirrungen auskam. Bestimmt kennen Sie die Redewendung von dem Weg, der das Ziel ist. Es ist gut möglich, dass wir dieser Weisheit aktuell gerechter werden denn je. In jedem Fall möchten wir Ihnen versichern, dass wir uns mit einem zweimonatlich erscheinenden und mit 160 Seiten üppig ausgestattetem GALORE, sowie einem Titelbild, das nicht nur einen schnellen Zugriff auf die Inhalte einer jeden Ausgabe erlaubt, sondern auch in seiner Andersartigkeit das Magazin repräsentiert, sehr wohl fühlen.

Und das betrifft auch die Inhalte der vorliegenden Ausgabe, die vielleicht weiter gefasst sind, als es jemals in diesem Magazin der Fall war. Ob es nun Rita Süssmuth ist, die Grande Dame der Bundesrepublik, die Musiker Judith Holofernes, Brian Eno und Joy Denalane, der Fußballexperte Marcel Reif, ein Bestseller-Autor wie Martin Suter, die Bionikerin Ille C. Gebeshuber oder die visionären Denker Harald Lesch und Michael Schmidt-Salomon – so unterschiedlich die Gesprächspartner auch sind: Alle Interviews eint der tiefgehende Blick auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen, der kluge Gedanke hinter individuellen Meinungen und die gegebene Möglichkeit, sich von ihnen inspirieren zu lassen. Und das mag dann doch ein Unterschied zu einem GALORE der Frühphase sein. Die Themenvielfalt war zwar auch damals schon enorm, die jeweiligen Inhalte konnten sich aber vielleicht nicht immer damit rühmen, überaus bereichernd zu sein.

Zum Abschluss noch ein weiterer Hinweis in eigener Sache: Mit dieser Ausgabe feiern wir den ersten Geburtstag unserer Initiative „Lesen hilft Menschen“. Binnen der letzten zwölf Monate haben wir Ihnen zehn karitative Vereine und Initiativen vorgestellt, die Sie durch Ihr neu abgeschlossenes GALOREAbonnement unterstützen konnten. Für das dadurch eingenommene Geld möchten wir uns im Namen aller Beteiligten bedanken, zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ausgabe wird die Spende bereits bei den Partnern eingetroffen sein. Welche Summe auf welche Initiative eingezahlt wurde, können Sie auf www.galore.de einsehen. Und natürlich geht es mit unserer Absicht, wertvolle Ideen zu unterstützen, auch in diesem Jahr weiter. Den Auftakt bildet das „Heroes“-Projekt in Berlin, dessen bemerkenswerte Arbeit wir Ihnen in dieser Ausgabe in einer Reportage vorstellen. Wenn Sie den Bericht lesen, werden Sie vermutlich mit unserer Einschätzung übereinstimmen, dass ein Portrait mit einem Interview wohl nicht so tiefgehend hätte sein können. Deswegen werden wir auch in Zukunft trotz aller Rückbesinnung an dieser Erzählform festhalten, denn wir sind davon überzeugt, dass ausgewählte Reportagen die Qualität des Magazins festigen.

Wie immer wünschen wir Ihnen viel Lesevergnügen mit der neuen GALORE-Ausgabe.

Viele Grüße aus der Redaktion!

Hannah Heubel (ViSdP),
Nils Klein (Objektleiter),
Michael Lohrmann (Herausgeber)

Inhalt der Ausgabe