GALORE Nr. 17

GALORE Ausgabe 17

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GALORE Nr. 18 erscheint am Donnerstag, 8. September

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Interviews kann TV-Legende Hugo Egon Balder überhaupt nicht leiden. Was wir allerdings mit ihm führen, sei „ein Gespräch“, sagt er … und bringt damit auf den Punkt, wie wir unsere Arbeit verstehen. Echte Gespräche bringen Erstaunliches über die Menschen zutage und laden ein, die Welt durch ihre Augen zu betrachten. Im Falle Balders führt das zu eindringlichen Worten über die deutsche Mentalität und die jüdische Geschichte seiner Eltern. Krisenreporterin Antonia Rados nimmt einen mit in die Gemächer diktatorischer Machthaber und zeichnet nach, was die Gewalt aus Menschen macht. Schriftstellerin Thea Dorn verhandelt den Wert des Lebens philosophisch. Schauspielerin Sarah Alles hat ihn nach einem fatalen Sturz vom Pferd neu zu bewerten gelernt. Musikerin Róisín Murphy offenbart ihre Liebe zur Architektur und erklärt den Reiz des Brutalismus so mitreißend und verständlich, dass man nach der Lektüre beim Spaziergang durch die Städte in Zukunft die Welt tatsächlich „mit anderen Augen“ sieht.

Die Schnecke im brennenden Boot, die Sie dieses Mal als Bildmotiv des Vorworts zu sehen bekommen, ist ein Werk des Künstlers Quint Buchholz, in diesem Fall als Blatt des Monats März aus dem Kalender „Augenblicke“, der jedes Jahr beim KV&H Verlag erscheint. Es stammt aus dem Jahrgang 2012 und hängt immer noch über dem Schreibtisch von Jörg Nießen. Der Feuerwehrmann und Rettungssanitäter erzählt die Geschichten seiner Einsätze in erfolgreichen Büchern. Quint Buchholz‘ Schneckenbild dient ihm als Inspiration bei Schreibblockaden und spiegelt den Humor wider, den man als Lebensretter an den Tag legen muss. Der Schriftsteller Tilman Rammstedt benötigt keine surrealistischen Schneckengemälde, um Schreibblockaden zu lösen. Er hat sich dem Experiment gestellt, jeden Tag ein Kapitel zu verfassen und es sofort seinen Abonnenten zugänglich zu machen. Im Gespräch über diese von der „Panik“ getriebene Arbeit verrät er Wertvolles über das literarische Schreiben und offenbart seine Liebe zum täglichen Aufenthalt im Supermarkt. Die gar nicht so heimliche Liebe unseres Titelhelden und Münsteraner „Tatort“-Kommissars Axel Prahl gilt neben der Schauspielerei der Musik. Hat man ihn eine Weile begleitet, möchte man danach augenblicklich den Plattenspieler entmotten.

Herzliche Grüße aus der Redaktion!

Oliver Uschmann, Chefredakteur

Inhalt der Ausgabe


GALORE eMagazin Nummer 19
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