GALORE Nr. 20

GALORE Ausgabe 20

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GALORE Nr. 21 erscheint am Mittwoch, 8. Februar

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

danke, dass Sie so zahlreich unserer Aufforderung nachgekommen sind, Ihre Meinung zum Relaunch des Magazins per Zuschrift oder persönlich auf der Buchmesse zu äußern. Dem Bedauern aller Fans des Pocketformats können wir aus den bereits erläuterten Gründen der Sichtbarkeit im Handel nicht nachgeben. Die wichtigsten geäußerten Anregungen zur Feinjustierung setzen wir allerdings mit dieser Ausgabe um. So haben wir den Umfang des Kulturteils reduziert und uns auf eine große Reportage konzentriert, um noch mehr Raum für Herz und Seele von GALORE zu schaffen: Die Interviews.

In vielen der neuen Gespräche richten unsere Interviewten den Blick in die Zukunft. Der Physiker Metin Tolan gleicht die Visionen aus „Star Trek“ mit dem Machbaren ab und erstaunt damit, was alles möglich sein wird – auch wenn das Beamen einer Kaffeetasse bereits eine Großstadt vernichten könnte. Die Utopien, die Richard David Precht ausbreitet, wirken nicht weniger dramatisch. Bereits in zehn bis 15 Jahren sieht er die meistens Dax-Konzerne am Boden, selbstfahrende Kleinwagen von Google auf den Straßen und eine Regierung, die angesichts von 50 Prozent Arbeitslosigkeit gezwungen sein wird, das bedingunglose Grundeinkommen einzuführen. Prognosen, die der Philosoph nicht aus der Luft greift, sondern aus Gesprächen mit Insidern und Spitzenmanagern filtert. Vor denen hält auch Sascha Lobo gern Vorträge, der nicht leugnet, zur „Elite“ zu gehören und sich dem verbalen Zweikampf mit unserem Agent Provocateur Marcus Ertle gestellt hat. Ihr Disput über politische Korrektheit und Mechanismen der „Meinungsdiktatur“ trägt Wichtiges zur Gesellschaftsdebatte bei. Und während hierzulande die Regierung mäßigend auf eine Bevölkerung einzuwirken versucht, die sich mehr und mehr unversöhnlich spaltet, erlebt Autor Clemens Glade bei seiner Reise durch Vietnam genau den umgekehrten Fall: In der GALORE-Reportage berichtet er über Menschen, die längst miteinander Frieden geschlossen haben, während die Politik weiter die alten Wunden schürt. Um Versöhnung geht es auch bei Johanna Wokalek. Die Schauspielerin, die trotz des anhaltenden Ausnahmezustands nach Paris gezogen ist, plädiert für ein kulturelles Miteinander, das erst durch Respekt vor den Unterschieden erwächst. Und dass man ausgerechnet von Popstar Sting erfährt, wieso Syriens Regent Baschar al-Assad eigentlich lieber Augenarzt in London geblieben wäre, gehört zu den Überraschungen, die man selbst nach vielen Jahren Gesprächsjournalismus nicht erwartet. Wir sind daher sicher, dass die Ihnen vorliegende Ausgabe genau den erhellenden Inhalt gewährleistet, den Sie von GALORE mit Recht erwarten. Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre, ein frohes Fest und alles Gute für das neue Jahr.

Herzliche Grüße aus der Redaktion!
Oliver Uschmann, Chefredakteur

In eigener Sache: Mit dieser Ausgabe trennen sich die Wege von Chefredakteur Oliver Uschmann und dem Rest des Teams. Während sich Oliver fortan wieder vollständig dem Bücherschreiben widmen möchte, wird das Team um Hannah Heubel, Nils Klein und Herausgeber Michael Lohrmann dafür Sorge tragen, dass GALORE in 2017 sechs Mal im Jahr erscheint – mit deutlich gesteigertem Umfang und Gesprächen, die von André Boße als Interview-Textchef begleitet werden. Viele Leser werden sich noch an den Chefredakteur der „ersten GALORE-Phase“ erinnern, und wir freuen uns, dass André Teil des Teams sein wird. Oliver danken wir für seinen Beitrag zu GALORE, seine Ideen und die vielen geführten Interviews. Alles Gute für die alte neue Leidenschaft, Oliver!

Inhalt der Ausgabe


Die aktuelle Ausgabe ist als GALORE eMagazin Nummer 22 auch digital erhältlich.