Sarah Wiener

Sarah Wiener

„Wenn ich Fleisch essen will, muss ich Tiere töten.“

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Zur Person

8. Mai 2018, Angermünde in der Uckermark. Eineinhalb Stunden von Berlin entfernt liegt Gut Kerkow. Auf der Weide grasen schwarze Aberdeen-Angusrinder, aus dem Stall ist das Grunzen von Sattelschweinen zu hören. Ein Tag wie im Hochsommer, das Gespräch mit Sarah Wiener findet unter einem frisch verblühten Kirschbaum statt. Die Gastronomin und Köchin deutet auf ihre sonnenverbrannte Augenpartie, sagt, sie sei neulich ohne Sonnenschutz Kajak gefahren. Sie nimmt’s gelassen, das passiere halt. Mit ihrem warmen österreichischen Akzent verbreitet sie Heimeligkeit. Zwischendurch fällt ihr ein, dass sie noch den Rasensprenger umstellen muss, in ihrem neuen Zuhause, einem Holz100-Haus aus 100% Mondholz.

Frau Wiener, Ihr quietschrosa Handy scheint aus der digitalen Steinzeit zu stammen.

So ein Ding muss man erst mal finden. (lacht) Gar nicht so leicht. Ich mag es praktisch. Und das bedeutet in meinem Fall, ein Handy zu haben, das vor allem stoßsicher ist. Es muss etwas aushalten können und keinen Internetzugang haben. Ich sitze ja nicht den ganzen Tag in einem Büro, sondern arbeite auch in der Landwirtschaft und in meinem Garten, mache also körperliche Arbeit.

Dann und wann tauchen Sie auch dort auf, wo sich die Stars tummeln, auf dem roten Teppich. Ein Gegenentwurf. Fühlen Sie sich dort wohl?

Ja, ab und an schon. Doch wenn ich sehe, was die Frauen alles anstellen, um sich optimal zu präsentieren: Push-up-Einlagen, Stützstrümpfe, Korsett, dazu kommen extra Termine beim Friseur und beim Visagisten – das ist mir alles zu mühsam. Ich habe keine Lust und Zeit, darauf meine Energie zu verwenden. Schauen Sie, wie ich heute hierhergekommen bin.

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