Mike Oldfield

Mike Oldfield

„Manchmal war es von allem einfach zu viel.“

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  • Jochen Schmadtke
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Zur Person

28.09.2005. Ein hügeliges Labyrinth aus Superreichen-Anwesen außerhalb Londons. Vor seinem mondän verlotterten Landchalet steht Mike Oldfield: Ein Schrat in Gärtnerkluft. Umgeben von 20 Gitarren und zwei Hochleistungsrechnern mit monströsen Flachbildschirmen führt uns der 52-Jährige durch sein Studio. Alle drei Minuten dreht er eine zahnstocherdünne Zigarette.

Mr. Oldfield, was war der bisher beste Moment dieses Jahres?

Mike Oldfield: (raucht) Vermutlich war es das Unterzeichnen meines neuen Plattenvertrags. (denkt nach) Ich traf den zuständigen Mann von ‚Universal’ und spielte ihm ein paar Sachen vor, an denen ich arbeitete. Er schien es zu kapieren. Ich versuchte, ihm von mir zu erzählen, und er schien mich zu verstehen.

Das ist bestimmt wichtig für Sie. Bei dem Überbau.

Natürlich. Ich bin nicht der neue Typ mit der hippen ersten Platte, die möglichst ein Hit werden sollte. Mit mir übernimmt man einen Künstler mit einer 40-jährigen Karriere und über 22 Alben. (kichert) Die meisten Leute, mit denen ich arbeite, sind in ihren Zwanzigern. Ich bin zweieinhalb Mal so alt. Ihr Vorteil: Sie haben diese fürchterliche Phase in den Spätsiebzigern und Achtzigern verpasst, wo mich alle Leute gehasst haben, weil die Punkrocker cool waren und ich Dreck. Für sie bin ich ein lebendiger Dinosaurier.

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