Benjamin Biolay

Benjamin Biolay

„Es geht immer darum, das Leben mit Würde zu ertragen.“

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Zur Person

29.09.2009, Berlin. Mittags. Benjamin Biolay ist müde und zerknittert – er ist gerade erst aufgestanden. Joints vor dem Frühstück sind kein Problem, was die Sache nicht dynamischer macht. Wo ist der gut aussehende, stilsichere Dandy, von dem alle schwärmen, wenn vom „neuen Serge Gainsbourg“ die Rede ist, vom „Retter des Chanson“? Achtung: Jene Beinamen mag der französische Musiker überhaupt nicht, auch wenn sie noch so sehr auf der Zunge brennen. Stattdessen also ein Gespräch über Sex, seine Mutter und die Macht von Dior-Anzügen. Und eine Erkenntnis: Vergessen ist der Dandy, vergessen ist ausgeschlafen sein, vergessen ist Gainsbourg. Braucht Biolay alles nicht. Er hat ja seine Stimme, tief und sonorig.

Monsieur Biolay, ich kann mich nicht entscheiden: Ob ich Sie anmaßend oder einfach arrogant finden soll. Oder beides.

Benjamin Biolay: Oh, ein interessanter Einstieg. Warten Sie, ich zünde mir eine Zigarette an. Stört es Sie, wenn ich rauche?

Nein. Bitte, rauchen Sie.

Ich mache ein Fenster auf. Wieso finden Sie mich arrogant, oder anmaßend, oder sogar beides?

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