Bela B.

Bela B.

„Ich mag die Spuren, die ein Konzert an mir hinterlässt.“

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Zur Person

21.06.2006, Berlin. Das Café ‚Wohnzimmer’ im Prenzlauer Berg verströmt den abgeblätterten Glanz längst vergangener Bürgerlichkeit. Mit Begeisterung stürzt sich Die Ärzte-Schlagzeuger und Elvis-Fan Bela B. auf das Thema des Tages: seine ganz eigene Auffassung von Glamour.

Bela, wenn Sie nach einem Open Air von der Bühne kommen – bleiben Sie dann noch so gekleidet wie sie waren oder wird der Fummel wie eine Kostümierung an der Garderobe abgegeben?

Bela B.: (lacht) Die ersten Jahre habe ich mich gar nicht verkleidet, wenn ich auf die Bühne ging. Ich wollte so aussehen wie immer. Aber je größer die Bühnen wurden und je bekannter die Band, desto mehr habe ich das Kind in mir zugelassen. Ich ließ mir Anzüge schneidern wie sie die Helden meiner Kindertage – The Sweet, Gary Glitter und Slade – früher getragen haben. Behielte ich das Zeug nach dem Konzert an, wäre das nicht nur enorm auffällig, sondern geradezu affig. Eine milde Form von Größenwahn nehme ich allerdings schon mit in den Backstage-Bereich.

Wie äußert sich das?

Ich mag meinen Anblick im Spiegel nach einem Auftritt. Die Spuren, die ein Konzert an mir hinterlässt – so glamourös abgerockt. (überlegt) Das ist ganz schön eitel, oder? Aber wäre ich nicht eitel, würde ich mich kaum vor Tausenden von Menschen auf eine Bühne stellen.

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