Uri Geller

Uri Geller

„Mein Leben war eine Anhäufung von Traumata.“

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Zur Person

20. April 2018, Tel Aviv. Uri Geller arbeitet gern schnell und präzise. Darum wundert es nicht, als er angekündigte, genau in diesem Stile Interview und Fotos zu planen – schnell und präzise. Doch dann kam alles ganz anders. Zwei Tage nahm er sich Zeit, um für GALORE sein Leben Revue passieren zu lassen, seine Heimatstadt zu zeigen und zu erklären, was ihn antreibt, im kommenden Jahr mitten in Tel Aviv das Uri-Geller-Museum zu eröffnen. Bei dem Streifzug durch die Vergangenheit gab der Israeli auch den Blick in die düstersten Stunden seines Lebens frei.

Uri Geller, Sie kommen mit 71 Jahren auf die Idee, sich selbst ein eigenes Museum zu widmen. Was ist passiert?

Dahinter stehen ganz praktische Gründe. Alle Dinge, die ich in meinem Leben gesammelt habe, standen nutzlos in meinem Haus in England herum. Nachdem es meine Frau Hanna und mich vor zwei Jahren wieder in unsere israelische Heimat gezogen hatte, wurde mir klar, dass wir nie mehr nach England zurückgehen würden und wir das Haus verkaufen werden.

Sie haben dieses riesige Anwesen direkt an der Themse aufgelöst?

Ja. Was sollte ich also mit all den Kostbarkeiten tun? Mit den Skulpturen von Salvador Dalí, mit der Staffelei von Picasso, mit den Tabakpfeifen von Einstein und Freud, mit dem Cadillac, auf dem all die verbogenen Löffel montiert sind, mit all den Dingen von Andy Warhol, Michael Jackson, David Bowie und John Lennon, mit denen ich befreundet war? Dann sah ich dieses leer stehende 2000 Jahre alte Gebäude hier in Tel Aviv, das lange Zeit als Herberge für Jerusalempilger gedient hatte. Mein Schwager Shipi meinte, es handele sich hier um das teuerste Lagerhaus, das man sich nur vorstellen könne. Nein, sagte ich, daraus machen wir ein Museum! Über diese Objekte möchte ich mein Leben erzählen. Außerdem ist ein Museum die beste Art, dem israelischen Volk etwas zurückzugeben.

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