Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht

„Politik und Intrige, die gehören leider eng zusammen.“

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Zur Person

17. Januar 2018, Berlin. Sahra Wagenknecht hat zum Interview in ihr Abgeordnetenbüro im Bundestag gebeten. Auf dem Tisch liegt noch eine Dankeskarte mit einem kleinen Schokoladenweihnachtsmann, ausgestellt für die "Kollegen von der Reinigungsfirma". Die bekannteste Politikerin der Partei Die Linke erscheint in einem schicken hellen Kostüm, während des Gesprächs sitzt ihr Pressesprecher mit am Tisch, unterbricht aber nicht - bis auf eine Ausnahme: Als das Gespräch auf das umstrittene "Playboy"-Ranking der schönsten weiblichen Abgeordneten im Bundestag kommt, ist auch er neugierig, auf welchem Platz seine Chefin gelandet ist.

Frau Wagenknecht, in Ihren Teenagerjahren in der DDR waren Sie Punkerin, das dürfte manchen verwundern.

(lacht) Ja, kann sein, dass Punk meinem heutigen Image nicht unbedingt entspricht. Aber ich war immer eigenständig und auch etwas rebellisch. Damals war das meine Form, meine Unzufriedenheit über die versteinerten Strukturen und gesellschaftlichen Gegebenheiten in der DDR zum Ausdruck zu bringen. 

Wie sind Sie damals in den 80er-Jahren in diese Szene geraten?

Ach, was heißt Szene? In der DDR gab es ja keine große Punkszene, wie es sie wahrscheinlich im Westen gegeben hat …

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