Peter Kurth

Peter Kurth

„Die Revolution haben nicht die Künstler gemacht.“

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Zur Person

04. Mai 2018, Berlin. Peter Kurth kommt mit dem Rad zum verabredeten Fototermin am Ludwig-Jahn-Sportpark in Prenzlauer Berg. Der Schauspieler hat blendende Laune, was sich auch beim anschließenden Gespräch in einem nahegelegenen Café nicht ändert. Auch wenn er bei manchen Fragen erst mal ächzt: „Wieviel Zeit haben wir für die Antwort?“ Schließlich geht es um sein Selbstverständnis als Schauspieler im Kino und am Theater. Interessant dabei, dass ihm zwei Begebenheiten besonders in Erinnerung bleiben: Die eine, als er gar nichts sagte und Proteste hervorrief. Und dann, als er nur noch krächzen konnte.

Herr Kurth, hat man Ihnen früher geraten, lieber einen anständigen Beruf zu lernen, statt Schauspieler zu werden?

Mit Sicherheit irgendwann mal, ich bin ja lange genug unterwegs. Aber auf so was höre ich gar nicht. Ich habe nichts Vernünftiges gelernt. Ich war auf der EOS, Erweiterte Oberschule, ich komme ja aus dem Osten, danach war ich bei der Armee und anschließend habe ich Schauspiel studiert. Ich hatte ein paar Jobs, in der Melioration…

Was ist das?

Be- und Entwässerung. Eine Wiese urbar machen, sodass ein Feld daraus wird. Aber das ist ewig her, vor 1847, vor der Revolution. (lacht) Von meiner Familie wurde die Schauspielerei natürlich mit Argwohn beäugt. Ich bin ja ein totaler Seiteneinsteiger, in der Verwandtschaft hat nie jemand professionell geschauspielert. Unterstützt wurde ich aber trotzdem.

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