Margot Käßmann

Margot Käßmann

„Man mag mich naiv nennen, aber ich bin nicht doof.“

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Zur Person

14. Mai 2018, Hannover. Am Tag nach dem Gespräch wird Margot Käßmann offiziell in den Ruhestand treten. Ein Wort, das gar nicht zu dieser energiegeladenen, oft lachenden Frau passt. Aber was heißt schon Ruhestand? Die populäre ehemalige Bischöfin hat sich vorgenommen, morgens ein bisschen länger zu schlafen. Ruhe wird sie aber auch als Pensionistin nicht geben, dafür gibt es zu viele Themen, über die es zu reden gilt. Über Gott und den Glauben, natürlich, aber auch über globale Gerechtigkeit, den Heimatbegriff der Deutschen und den Umgang mit Hassmails.

Frau Käßmann, was wäre ohne Gott aus Ihnen geworden?

Da ich glaube, dass Gott die Menschen erschaffen hat, würde ich sagen: Da wäre ich gar nicht da. (lacht)

Kennen Sie Momente des Zweifels an der Existenz Gottes?

Zweifel gehören zum Glauben dazu. Es gibt eine großartige Geschichte von Jean Paul, darin geht der auferstandene Christus durch den Himmel, findet Gott nicht und muss den Menschen dann sagen, dass es diesen gar nicht gibt. Diese Geschichte hat mich als Studentin sehr beeindruckt.

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