Heribert Prantl

Heribert Prantl

„Ich werbe für einen demokratischen Populismus.“

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Zur Person

München, 19.01.2018. Die Chefsekretärin von Heribert Prantl bittet noch um etwas Geduld, man verweilt in der Warteschleife, untermalt von fröhlicher Musik. Dann hebt der Leiter des Meinungsressorts der Süddeutschen Zeitung ab. Dunkle Stimme, freundlich, ruhig. Er nimmt sich viel Zeit, um die Fragen zu beantworten, ein fröhlich-schneller Ping-Pong-Spieler ist er nicht. Man könnte sich den Juristen und Journalisten als Rhetoriker in der Antike vorstellen, ein strenger Kopf mit mildem Herzen, der eine gewisse Verspieltheit zeigt, wenn er Metaphern ausprobiert, zum Beispiel den Bundestag als Großküche beschreibt. Der Richter in ihm ist streng, aber gerecht. Der Journalist freut sich, wenn er aus den Themen Demokratie, Populismus, Hoffnung und Ethos beeindruckende Thesen formt.

Herr Prantl, bevor Sie bei der Süddeutschen Zeitung begonnen haben, haben Sie als Richter gearbeitet. Wer ist gnädiger: Journalisten oder Juristen?

Ich glaube Juristen!

Wieso?

Das ist mein Eindruck aus meinen eigenen Erfahrungen heraus.

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