Frank Schätzing

Frank Schätzing

„Mich reizt der Flirt mit dem Unbekannten.“

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Zur Person

16. April 2018, Köln. In den Büros seines Kölner Verlags direkt gegenüber vom Hauptbahnhof ist Frank Schätzing noch damit beschäftigt, seinen neuen Thriller „Die Tyrannei des Schmetterlings“ zu signieren. Nach 200 Unterschriften ist er fertig, er sagt, es tue ihm nun gut, etwas zu quatschen. Der Autor trägt Jeans und Jeanshemd, trinkt Kräutertee. Egal, ob er über seinen Helden David Bowie, den „Zyniker“ Mark Zuckerberg oder die Künstliche Intelligenz spricht, sein Idiom wechselt immer wieder in ein breites Kölsch.

Herr Schätzing, was war Ihr erster Gedanke, als Sie im März vom Tod von Stephen Hawking

erfuhren? Erstaunlicherweise hatte ich ein gutes Gefühl. Klingt komisch, aber ich freute mich, dass er überhaupt so alt geworden ist.

76 Jahre.

Genau. Nicht schlecht für jemanden, der 1988, als ich wild begeistert die „Kurze Geschichte der Zeit“ las, allen ärztlichen Prognosen zufolge längst hätte tot gewesen sein sollen. Und dann hält er noch mal drei Jahrzehnte durch. Trotz ALS im Schwerststadium. Auch wenn seine wichtigen Veröffentlichungen schon geraume Weile zurückliegen, blieb Hawking ein unverzichtbarer Mahner. Wir haben einen großen Geist verloren, aber wir hatten ihn länger, als alle zu hoffen wagten.

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