Faris Al-Sultan

Faris Al-Sultan

„Der Ironman ist ein Mythos.“

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  • Michael Herdlein
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Zur Person

23.07.2007, München. Faris Al-Sultan weiß als Sieger des Ironman Hawaii, was es bedeutet, aus dem letzten Loch zu pfeifen. Zunächst hat er den Interviewtermin vergessen und steht gerade unter der Dusche. Zehn Minuten später bittet der Ausnahmetriathlet mit dem ausgeprägt bayerischen Akzent ins Wohnzimmer, wo er bei alkoholfreiem Weißbier über Konkurrenz, Doping und das härteste Rennen der Welt sinniert. Und über gute Gründe, als Top-Athlet auf einen Manager zu verzichten.

Faris, Triathlon gilt als die härteste Sportart der Welt, ist aber immer noch keine olympische Disziplin und genießt ein eher geringes öffentliches Interesse. Kommt man sich da stiefmütterlich behandelt vor?

Faris Al-Sultan: Ach, das ist in Ordnung. Was sollen denn da die deutschen Ruderer sagen? Die trainieren härter als die meisten anderen Sportler und bringen seit Jahrzehnten Topleistungen, aber es interessiert keine Sau. Die bekommen überhaupt nichts, weder Geld noch Anerkennung. Ich kann von meinen Beruf gut leben, und wir haben immerhin den Ironman auf Hawaii, wo sich dann einmal im Jahr die weltweite Sportpresse versammelt.

Können Sie Laien erklären, was dieser Wettbewerb für Triathleten bedeutet?

Der Ironman ist ein Mythos. Nicht nur wegen des öffentlichen Interesses, es ist einfach das Rennen der Rennen, bei dem man es mit äußeren Bedingungen zu tun hat, die man nirgends sonst findet. Alle, die etwas in diesem Sport erreichen wollen, müssen da hin.

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