Burghart Klaußner

Burghart Klaußner

„Die Schauspielerei ist ein Lebensmittel.“

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  • Lena Giovanazzi
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Zur Person

22. Januar 2018, Düsseldorf. Burghart Klaußner wartet schon zehn Minuten vor dem verabredeten Termin im Foyer des Düsseldorfer Schauspielhauses. Das Gespräch findet neben der Bühne statt, auf der Klaußner und Kollegen gerade Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ proben. Am Garderobenständer hängen bunte Kostüme, auch Requisiten wie Messer, Weinflaschen, Zigaretten und Tennisbälle liegen parat. Tassen sind aber nirgends aufzutreiben, also serviert Klaußner den Kaffee zum Gespräch in Weißweingläsern.

Herr Klaußner, Sie spielen seit Jahrzehnten Theater, drehen Filme und Serien fürs Kino und TV, sprechen Hörbücher ein, führen Regie, haben eine Band, mit der Sie auf Tour gehen – verlieren Sie da nicht manchmal den Überblick über Ihr Schaffen?

Natürlich. Den habe ich längst verloren. Aber das macht ja nichts. Ich kann mich ja jederzeit informieren, was ich alles gemacht habe.

Man hat das Gefühl, Sie arbeiten ständig.

Das Jahr hat 365 Tage. Zehn Jahre haben 3.650 Tage. Was man in dieser Zeit alles machen kann! Da ist es doch kein Wunder, dass da einiges zusammenkommt. Die Arbeit ist ein zentraler Punkt meines Lebens, das stimmt. Aber es ist nicht so, dass ich nichts anderes machen würde.

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